Wer hat Angst vorm Publikum? (2017) July 15, 2017

Wer hat Angst vorm Publikum? Eine Soziale Choreographie

von Nick-Julian Lehmann

Eine choreographische Annäherung an die große Frage zwischen Ästhetik und Politik: Wer ist überhaupt das Publikum?

Zeitpunkt & Dauer: Beginn nach der Vorstellung, Dauer ca. 15 Minuten

Dafür bezieht sich das Format auf die Strategien und Methoden der Sozialen Choreographie*, die Bojana Cvéjic, Christine de Smedt und Ana Vujanovic im Rahmen ihrer Performance „Spatial Confession (on the question of instituting the public)“ entwickelt haben. Darin werden die Zuschauer*innen mittels eines choreographischen Skripts in die Lage versetzt, persönliche und politische Fragen in choreographische Bewegungsfolgen zu übersetzen. Dadurch entsteht nach und nach eine Soziale Choreographie, die das Publikum in seiner Zusammensetzung sichtbar werden lässt.

Bisherige Termine:

Do. 1. Juli 2017, Acker Stadt Palast – Berlin, Soziale Choreographie zu Plagues of Desire; Fr. 1. September 2o17, Dock 11 – Berlin: Soziale Choreographie zu ‘WhARTever Should Happen – Eine Welt auf dem Kopf’ von Alexander Carillo; Sa. 2. September 2017, Theater Thikwa – Berlin: Soziale Choreographie zu ‘Dave’; Do. 19. Oktober 2017, State of the Art – Hildesheim,  Soziale Choreographie zu ZENSUR; 28. Oktober 2017, Neuköllner Oper, Soziale Choreographie zu La BETTLEROpera.

Im Rahmen von

Neue Vermittlungsformate für die freie Szene – Einladung zum Experimentieren

Seit 2014 lädt Theaterscoutings das Berliner Publikum ein, Tanz-und Theaterproduktionen der freien Szene zu entdecken. In Zusammenarbeit mit über 30 Spielorten und zahlreichen Künstler*innen gestalten wir Formate, um die Beziehung zwischen Zuschauer*innen und freien Darstellenden Künsten zu vertiefen.

Mit unserem neuen Projekt wollen wir Vermittlungsformate weiterdenken und laden Sie ein, sich mit uns auf ein Experiment einzulassen.
Ausgehend von der Idee, dass die Vielfalt und Experimentierfreude der freien Szene sich in ihrer Vermittlungstätigkeit widerspiegeln sollte, haben wir Akteur*innen der freien Szene eingeladen, neue Begleitformate zu entwickeln.

Über 40 Konzepte mit Ideen für Vermittlungsformate gingen nach unserer Ausschreibung im Herbst 2016 ein. Die zahlreiche, vielfältige und hochqualitative Teilnahme zeigt, wie lebendig die Vermittlungsszene bereits ist und noch werden könnte, wenn sie weiter gefördert wird. Mit Hilfe eines Expert*innenbeirats, bestehend aus Anete Colacioppo (Acker Stadt Palast), Carolin Gerlach (Expertin Vermittlungsformate) und Martin Nachbar (Künstler), entschieden wir uns für 8 Konzepte. Im Januar 2017 lernten sich alle ausgewählten Autor*innen kennen und bekamen die Möglichkeit, weiter an ihren Ideen zu arbeiten.

Nun möchten wir die neu konzipierten Formate mit Ihrer Unterstützung testen. Jedes Format soll drei bis fünf Mal im Anschluss an unterschiedlichen Orten und nach Produktionen der Berliner freien Szene getestet werden. In einem weiteren Schritt werden diese Formate in einem Handbuch präsentiert und mit praktischen Tipps für ihre Umsetzung versehen. Dieses Handbuch ist als ein praktisches Werkzeug gedacht und soll Akteur*innen der freien Szene bei ihrer Vermittlungsarbeit unterstützen.

Hiermit eine kurze Übersicht der ausgewählten Formate. Wir laden Sie ein, diese in Ihren Spielstätten und/ oder bei ihren Produktionen zu testen.
Dafür benötigen wir nur Ihre Offenheit für dieses Projekt sowie freie Karten für die Vorstellungsbesuche der Tester*innen sowie ein*r Feedback-Geber*in pro Testabend. Die Formate sind bewusst so konzipiert, dass ihre Umsetzung unkompliziert für die Spielstätten laufen soll. Die Teilhabe der Künstler*innen ist willkommen, jedoch oft nicht erforderlich. Bei Interesse reichen wir gern eine detailliertere Beschreibung der Formate nach.

Bitte teilen Sie uns mit, welche Formate für Sie interessant wären. Wir melden uns, um einen Test mit den Autor*innen zu organisieren.

Categories: Stadt Theater

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